Am Sonntag, den 25. Oktober, wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Eine Stunde mehr Schlaf, klingt erst mal gut, oder?
Und dann kommt der Montag. Du fährst im Dunkeln ins Büro, sitzt den ganzen Tag unter Neonlicht und kommst im Dunkeln wieder heim. Um 15 Uhr ist dein Akku leer, abends bist du todmüde und liegst trotzdem wach.
Du bist nicht allein. Und nein, das ist kein Disziplin-Problem.
Dein Körper hat eine innere Uhr. Sie steuert, wann du wach und leistungsfähig bist und wann du müde wirst. Ihr wichtigster Taktgeber ist Licht, vor allem das Tageslicht am Morgen.
Nach der Zeitumstellung passt deine innere Uhr nicht mehr zur Uhr an der Wand. Gleichzeitig wird es draußen jeden Tag früher dunkel. Dein Körper bekommt also weniger Licht und gemischte Signale. Das Ergebnis: Du fühlst dich ein paar Tage wie leicht verjetlagt.
Gerade wenn dein Kalender ohnehin voll ist und das Jahresende im Job drückt, merkst du das doppelt. Die gute Nachricht: Mit ein paar kleinen Kniffen hilfst du deinem Körper, sich schneller umzustellen.
1. Hol dir morgens Licht ab
Das ist der wichtigste Tipp. Tageslicht am Morgen sagt deiner inneren Uhr: Jetzt ist Tag. Schon 10 bis 20 Minuten draußen machen einen Unterschied, selbst wenn es bewölkt ist.
So passt es in deinen Alltag: Geh die letzte Station zu Fuß, trink deinen ersten Kaffee am offenen Fenster oder nimm das erste Telefonat als Walk-and-Talk.
2. Bleib bei deinem Schlafrhythmus
Versuch, auch am Wochenende ungefähr zur gleichen Zeit aufzustehen. Ausschlafen bis mittags fühlt sich gut an, bringt deine innere Uhr aber noch mehr durcheinander. Lieber am Abend eine halbe Stunde früher ins Bett.
3. Iss dich wach statt müde
Wenn es draußen dunkel wird, ruft der Körper gern nach Süßem. Das gibt kurz Energie und dann den Absturz. Besser: Ein Frühstück oder Mittagessen mit Eiweiß und Gemüse, zum Beispiel Eier, Joghurt, Linsen oder Fisch. Das hält deinen Blutzucker stabiler und dich wach durch den Nachmittag.
4. Nutz die Mittagspause für frische Luft
Mittags ist es im Herbst am hellsten. 15 Minuten Spaziergang statt Lunch am Schreibtisch bringen dir Licht, Bewegung und einen klaren Kopf für den Nachmittag. Und du wirst merken: Danach arbeitest du konzentrierter.
5. Gib deinem Abend ein Ende
Wenn es früh dunkel wird, ist die Versuchung groß, abends noch schnell die Mails zu checken. Das helle Licht vom Bildschirm und die Gedanken an den Job halten dich wach. Leg dir einen festen Feierabend-Moment fest: Laptop zu, Licht etwas dimmen, Handy aus dem Schlafzimmer.
Bonus: Denk an Vitamin D
In den Wintermonaten kann deine Haut in Deutschland kaum Vitamin D bilden, weil die Sonne zu tief steht. Lass deinen Wert am besten beim Arzt oder bei der Ärztin checken, dann weißt du, ob du etwas tun musst.
Nicht perfekt, aber machbar
Du musst nicht alle fünf Tipps auf einmal umsetzen. Such dir einen aus und starte morgen damit. Mein Favorit: das Morgenlicht. Er kostet dich kaum Zeit und wirkt oft schon nach wenigen Tagen.
Und wenn du merkst, dass dein Akku nicht nur jetzt, sondern schon länger auf Reserve läuft: Lass uns sprechen. Im kostenlosen Energie-Gespräch schauen wir in 30 Minuten, wo deine Energie gerade verloren geht und was dir am schnellsten hilft.
Deine Stefanie